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Alle
Jahre wieder ---- oder: ein etwas anderes Silvester
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( windbrides
Erlebnisse zur ultimativen Jahrtausendwende)
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| Jubel!!
Ich hatte doch noch eine Einladung zu einer Silvesterparty bekommen! Die
trostlosen Pläne, allein und depressiv zu Hause zu sitzen, hatte ich
damit abgehakt. |
| So
packte ich am 31.12.00 mein Köfferchen und machte mich gut gelaunt
und voller Vorfreude auf um eine richtige Sause zu machen. |
| Gefeiert
wurde in einem kleinen hessischen Dorf. Naja, es war nicht Hamburg oder
London, aber ich war nicht allein, das war das Wichtige an der Sache. |
| Los
ging´s, ab in´s Auto, noch nen Freund abgeholt und dann, um
20.30 Uhr, pünktlich zum Essen trafen wir ein. |
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Die
Runde war nett, es gab Schlammbowle, Bier und Wein, die Musik war nicht
so mein Geschmack, aber was soll`s, ich war ja nicht allein!
| Gegen
22.00 Uhr fingen wir an zu spielen, da war ein Quiz, diverse Würfelspiele
und das traditionelle Bleigießen, das zwar meinen Tod voraussagte,
aber was machte das schon, an einem solchen Abend. |
Dann
wurde es spannend, denn jetzt sollte das neue Jahrtausend eingeläutet
werden und auch wir wollten uns nicht lumpen lassen, versammelten
uns frierend
um zehn Minuten vor zwölf vor dem Haus und stellten schon mal das
Brilliantfeuerwerk zurecht. |
Ich
für meine Person hätte ja lieber einige Tonnen Brot nach Afrika
geschickt, aber ich dachte mir, dass meine, in diesen Kreisen offensichtlich
recht radikalen, sozialen Ansichten heute doch unpassend wären und...naja
...ich war
immerhin nicht alleine. |
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Also hielt ich
den Mund und machte mich über den Sekt her, der mir in die Hand gedrückt
wurde und fand mich nur Sekunden später in den Armen von wildfremden
Menschen wieder, die mir überschwenglich fröhlich ein gutes,
neues Jahr wünschten. |
Es
knallte, sprühte, pfiff und qualmte an allen Ecken und Enden. Gut,
ich konnte das Feuerwerk zwar nicht gut sehen, weil meine Augen zu tränen
begannen und ich husten musste, als ob ich die Schwindsucht hätte,
doch es war wirklich schön und eine Menge auf alle Fälle. Ich
überlegte schnell, wieviele Laibe Brot das doch gewesen wären,
die da in die Luft gingen, wollte mir aber selbst nicht den Spaß
verderben und rief meine besten Freundinnen an um ihnen auch ein tolles
Silvester zu wünschen.
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| Prima!
Nachdem meine Finger blau gefroren waren, ich meine Nase kaum noch spürte
und meine Augen blind, wegen des Qualm´s waren, ging ich wieder in´s
wohlig warme Wohnzimmer. |
| Ich
hätte ja auch schön früher gehen können, aber wer wird
denn unhöflich sein wollen, an einem solchen Abend! |
| Der
Sekt floss in Strömen. |
Das
Problem war nur, er floss nur in eine der am Tisch sitzenden Kehlen. Diese
Kehle nun wurde zunehmend labiler, was Sprechweise und Gang
anging. Man
konnte dem unvermeidlichen Verfall dieser Kehle nicht aus dem Weg gehen. |
Um
3 Uhr war Freund "Faber" dann auf seiner Brust eingenickt und wurde durch
sanftes Streicheln seiner Frau dazu animiert doch mit ihr in´s
Bett zu kommen. |
Nun
geschah das Unfassbare! Die Kehle wollte nicht! Wie? Der will nicht mit
seiner Frau in`s Bett?
Da stimmt
doch was nicht.
Stimmen tat
da alles, nur nicht am 1.1.01. |
| Es
half nichts. Als Frau "Faber" Herrn "Faber" unter die Arme greifen wollte,
wurde der auf einmal aktiv und entschloss sich doch dazu, als echter Mann,
seinen Mann alleine stehen zu können, wehrte seine Frau unsanft ab
und donnerte mit Characho in den hinter ihm stehenden TV, der sich
damit von der Party verabschiedete. |
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Zu diesem Zeitpunkt
waren die eingeladenen Gäste, nur noch ein Mann, der Rest Frauen,
in einem Anfangsstadium von Panik angelangt! Weiße Gesichter und
große Augen waren zu erkennen und auch schon der eine oder andere
Schrei war zu vernehmen.Ich rede von diesen Art von weiblichen Schreien,
die in schlechten US Horrorstreifen zu hören sind. |
Toll!
Jetzt war ich wirklich nicht mehr allein, denn ein erneuter Versuch die
Kehle in´s Bett zu schaffen wurde durch diverse umgefallene Bierflaschen
gekrönt, das Bier lief mir über die Hose.
Toll! Da schwankte
er nun dahin, geladen bis zur Halskrause und wütend auf die Welt und,
weiß der Geier, wen sonst noch! |
Da
ich, neben dem einzigen Mann noch nicht in Angstschweiß ausgebrochen
war, sondern nur in Bier schwamm, wurde mir die Ehre zuteil zu helfen den
Herrn nach oben zu geleiten! Da ich nicht nur eine starke soziale Komponente
in mir trage, sondern auch noch an einem schlimmen Helfersyndrom leide,
machte ich mich auf den Weg Herrn Kehle die Treppe hochzuhiefen.
Nun mußte
Mr. Alc auch noch pinkeln. Problem an der Sache war, dass die Pipibox unten
war!
Nun war guter
Rat teuer. Was war zu tun? Ihn runterrollen? Nein, das wäre menschenunwürdig.
Ihn in eine
leere Sektflasche pullern lassen?
Hmm..nicht
schlecht , aber das wollte er nicht!
Gut! Also
marsch, marsch zurück! |
| Da
leider seine Beine nicht mehr zu gebrauchen waren, weil wohl vom vielen
Schaumwein narkotisiert, wurde vorne geschoben und hinten gedrückt!
Lustvolle Angelegenheit! |
In
der Hälfte des Weges machten wir dann eine
Pause, denn
unsere Bandscheiben wollten sich gerade scheiden lassen und das konnte
ich nicht zulassen. Ich liebte sie zu sehr. |
Fataler
Fehler! Denn Sektnase wurde wieder lebendig und schrie nach Muttern und
sonstigen lebenden und schon verstorbenen Verwandten.
Aber dann
ging´s los, wildes Umsichschlagen begann, es wurden Polizeigriffe
angewandt, aber da nunmal kein Bulle zu Hand war, musste ich mich auf meine
professionellen Vorerfahrungen berufen, die leider ein wenig eingerostet
waren, was mir einen Schlag in den Magen einbrachte. |
That´s
life!
Nich so schlimm,
bin ja gut gepolstert. Aber nun reichte es.
Die Geschichte
is aber noch nich`rum! |
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| Klappte auch
ganz gut.Unten angelangt, war es dann an dem, doch recht männlichen
Problem, das Dödlchen des Mannes in die Schüssel zu hängen
und das möglichst zielsicher. |
HAPPY
NEW YEAR
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Nicht das
ich prüde wäre, aber ich wollte dann doch
nicht in die
Intimsphäre der Leute eindringen, die so nett zu mir waren und mich
eingeladen hatten, denn ich wollte ja nicht allein zu Hause sein, was ich
spätestens jetzt bereute. |
!!!!!!!!!!!!!!
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Nun
ja, also musste unser männliches Einzelexemplar dran glauben und den
Torpedo lenken. Gelang auch, nur mit der gleichzeitigen Entleerung des
Mageninhaltes unseres Schützlings hätte dann doch niemand gerechnet
Hey, das war
beinahe wie arbeiten. Ich muss dazu sagen, dass ich in einem Kindergarten
arbeite und dieses Geräusch hinreichend genau kenne. |
Der
Mann war leer und zwar an beiden Enden, das Werk war vollbracht, das Bad
war hin, genau wie die Schrankwand und der TV.
Auf dem Weg
nach Oben sind dann noch zwei Stühle durch die, gottseidank, offene
Haustür geflogen, aber dann war Männe in der Lage sich von Frauchen
die Treppen hochschleifen zu lassen und wohl komaartig in´s Delirium
zu sinken. |
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Die getreuen Gäste
saßen derweilen um den Partytisch rum, philosophierten über
das warum und wieso nach, tranken aus und gingen dann schließlich
um 5 Uhr in´s Bett. |