April 2001 - 6.Ausgabe - Schwerpunkt
 

Hexen sind überall!!

aber wooooo???



 
 
 
 

Brom-Bär zur Historie: 
Walpurgisnacht und Hexen...
 

In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai findet die Walpurgisnacht statt. Christlicher Glaube degradierte diesen alten Feiertag zu einem Hexensabbat. Missgestaltete Frauen, mit Buckeln, Triefaugen, langer Nase und Warzen huldigten Satan. Teufel in Bocksgestalt sollten dabei durch die Luft reiten. 

Ursprünglich geht die Walpurgisnacht aus dem keltischen Fest "Beltane" hervor, wenn der Sonnengott zum Mann wird und Mutter Erde befruchtet. Im Harz zum Beispiel versammelten sich damals die Sachsen, um dort ihr Frühlingsfest zu feiern. Der Frühling wurde dort mit Freudenfeuern, Liedern, Tänzen und festlichen Reden empfangen. 

Nach dem Sieg Karls des Großen über die Sachsen begann die Zwangschristianisierung. Jetzt war es bei Todesstrafe verboten, sich an den alten P1ätzen zu treffen, die alten Lieder zu singen oder den alten Göttern zu huldigen. Die weisen Frauen, die man bei diesen Zusammenkünften um Rat gefragt hatte, und denen man einen eigenen Sitz im "hag" (Hain) gewidmet hatte, wurde von der "hagszisse" (der im hag Sitzenden) zur "Hexe" umbenannt. Ein frevelhaftes Bündnis mit dem Teufel wurde diesen in vielen Dingen erfahrenen und wissenden Frauen angedichtet. Ihre Kenntnisse wurden als Zauberei, Teufelswerk und Ketzerei denunziert. 

Dennoch kamen auch nach dem Verbot heidnischer Feste oftmals weise Frauen und die ihnen weiterhin vertrauende Bevölkerung in den heiligen Hainen zusammen, um die alten Bräuche zu vollziehen. 
 


Und bald schon begann die Kirche die Hatz auf die Hexen.
1398 erklärte die Pariser Theologische Fakultät der Pariser Universität die Teufelsbündnisse der Hexen als Tatsache. Auf Veranlassung von Papst Innozenz VIII schrieben 2 Dominikaner das "Malleus Malefi- carum" den "Hexenhammer". Dieses christliche Standardwerk erschien in 30 Auflagen, letztmalig 1669. 

In der Zeit der Inquisition wurden von der christlichen Kirche ca. 9.000.000 Menschen als Hexen ermordet. Bis 1782 fanden im deutschen Sprachraum nachweislich Hexenverbrennungen statt. Die Inquisition gar wurde erst vor ca. 40 Jahren von der katholischen Kirche abgeschafft, bis dahin bestand die Inquisition zumindest noch auf dem Papier. 

Wer einmal vor den Inquisitoren stand, hatte keine Chance zu überleben. Leugnete er unter Folter, war er verdächtig, die Hexenkunst der Verschwiegenheit zu beherrschen. War er unter Qualen zu jedem Geständnis bereit, hatte er damit sein Todesurteil gesprochen. Neben Daumenschrauben, Knieschrauben und Streckvorrichtungen empfahl die christliche Kirche die "Wasserprobe": Ging ein gefesselt in den Fluss geworfener Angeklagter unter, war er unschuldig - aber tot. Konnte er sich über Wasser halten, hatte der Teufel die Hand im Spiel. Und der Betreffende wurde verbrannt.

Selbst Kinder von drei Jahren endeten in den Flammen. Unzählige Opfer starben in den Kerkern "vom Teufel geholt", was schlicht bedeutete, dass sie die Qualen der Folter nicht überlebten. 


 
Hexen heute 

aus der Sicht  zweier Chatterinnen


 
Hexen in der heutigen Zeit
von: pirat110 
 
moderne Hexen
von: Gitti
 
Wer hat nicht schon mal an einem Straßencafé Rast gemacht. Während man genüsslich seinen Kaffee trinkt, beobachtet man  die vorbeigehenden Menschen. 
Es ist nur ein Augenblick, bis sie in der Menge untergehen. Man spekuliert für einen winzigen Moment, wer sich wohl hinter jener Person verbirgt.
Ich weiss nicht genau wo ich anfangen soll, denn es ist schwer die richtigen Worte zu finden um das auszudrücken was ich euch über sogenannte Hexen erzählen möchte.

Wenn wir hier und jetzt unsere Aufgabe antreten, so sieht man doch schon meist was dieses Wesen für Aufgaben haben wird. Denn jeder Säugling kommt mit einer anderen Haltung auf diese Welt. Den Kämpfer erkennt man schon oft daran, dass er die kleine Faust zuerst heraus streckt.

Aber würde jemand auf den Gedanken kommen zu vermuten, dass sich hinter einer solchen Person eine Hexe versteckt? Wohl nicht. Man hat halt immer noch das Bild einer hässlichen, alten Frau auf einem Besenstiel vor Augen; gekleidet mit einem schwarzen, langen Kleid und einem spitzen Hut.
Und in allen diesen kleinen Wesen, stecken all die Urinstinkte, die wir Menschen oft dem Überirdischen zuschreiben. Sie sind frei von allem, aber man lehrt sie ja nicht auf Gefühle, Intuitionen zu hören, denn das kann so mancher Verstand nicht nachvollziehen. 
Und dennoch, auch heute gibt es noch immer Hexen. Völlig unauffällig bewegen sie sich in unserer Gesellschaft, passen sich unserem Alltag an. Es ist nicht einfach nur eine Modeerscheinung. Hexen hat es schon immer gegeben. Und doch gibt es Menschen die diese Aufgabe hier und jetzt zu erledigen haben, und sie werden sich damit auseinander setzen müssen, wenn es ihnen auch am Anfang sehr schwer fallen wird. Denn man merkt sehr schnell, dass man mit seinen Gefühlen, Empfindungen und Vorahnungen oft sehr alleine da steht, denn andere schrecken oft davor zurück. Also muss man versuchen erst einmal allein damit klarzukommen. 
Im Gegensatz zu den USA und England blieb die Hexerei in Deutschland, aus Schutz vor der Kirche und der negativen Reaktionen beim dem Wort "Hexe" eher im Verborgenen. Erst seit dem letzen Jahrzehnt zeigt man auch bei uns eine größere Offenheit. Sie sind selbstbewusster geworden und müssen sich auch nicht mehr verstecken.  Man begegnet Menschen, man sieht sie und es kommt einem so vor als kenne man sie schon sein Leben lang, und doch wiederum versucht unser Verstand einem zu sagen, DAS kann nicht sein. 
Es gibt auch die Sprüche wie: ich kann dich nicht riechen, oder das geht mir an die Nieren, du schlägst mir auf den Magen usw. wenn man diesen Empfindungen und Gefühlen einmal mehr Beachtung schenken würde, würde man sehr schnell feststellen, dass viel mehr dahinter steckt.
Vor allem ihr Wissen in bezug auf Kräutern wird sehr geschätzt. 
"Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen" heißt es im Volksmund und erinnert an die vielfältigen Heilwirkungen verschiedener Pflanzen. Das Wort Böse verdampft und wird mit  Worten wie Gut und Weise ersetzt. Die Kräuterhexe wird daher von vielen Menschen sehr geschätzt und anerkannt.
Die sogenannten modernen Hexen sind Menschen wie du und ich. Sie haben nur ihre Urinstinkte noch behalten. Sie gehen mit dem Natürlichen um, weil das uns gegeben ist. Sie setzen einfach Traditionen fort, ob das Kräutersalben oder Tees sind oder einfach ein Handauflegen bedeutet. Diese Art der Weitergabe von Kraft ist oft fühlbar für Menschen und daher eher glaubhaft.
Sicher haben auch die Medien, die Presse sowie einige Geschichtenschreiber ihren Teil dazu beigetragen, die Hexe in einem anderen Licht erscheinen zu lassen. Auch Kinder bekommen heutzutage eine ganz andere Grundlage für ihr Denken bezüglich Hexerei. Bücher wie die des elfjährigen Zauberers Harry Potter oder der kleinen Bibi Blocksberg lassen das Märchen von Hänsel und Gretel verblassen und eine Hexe liebenswert erscheinen. Die sogenannte moderne Hexe sieht oft schon viel früher Dinge, die anderen noch unzugänglich sind. Das lässt sie uns durch ihre Reaktion oft fremd erscheinen. 
Sie kann aber oft frühzeitig Hilfe geben, wenn sie der Meinung ist, es ist angebracht. Viele Dinge müssen auch erst gelebt werden, sonst haben sie keinen Nutzen. Denn jeder von uns ist meiner Meinung nach hier um zu lernen. Jeder hat eine andere Aufgabe. Manchmal verbinden solche Aufgaben Menschen für kurze oder auch für längere Zeit. Dann geht man wieder auseinander, obwohl man es oft nicht nachvollziehen kann. Warum? ...dieses Warum steht so oft zwischen uns Menschen. Aber glaubt mir ..es ist nichts umsonst.
Ich denke, dass man das Wort Hexe neu definieren und ihm eine neue Bedeutung beimessen sollte.

Steckt nicht in jedem von uns eine kleine Hexe beziehungsweise ein kleiner Magier, wo wir doch die Macht haben mit unserer Liebe die Menschen zu verzaubern?

Denn wir ergänzen uns eigentlich immer, jeder ist in seiner Art einzigartig, ein Individuum.
 

 

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Natur: Es ist wichtiger, das fallende Blatt an einem Baum zu sehen, als alle Prüfungen mit Auszeichnung zu bestehen.

Meditation:  Lausche nur jener Stimme, welche lautlos ist

Ewigkeit: vielleicht ein unaufhörliches  Beginnen.

Inspiration: Unablässig lehrt die Seele, aber sie wiederholt sich nicht.

Reichtum: Ich weinte, weil ich keine Schuhe hatte, bis ich einem Mann begegnete, der keine Füße hatte

Karma: Der Mensch wird von seinen Sünden bestraft, nicht für sie.

Schönheit: Das Schöne entsteht, wenn man der Form den Glanz des Unendlichen verleiht



 

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